Freiwasserschwimmen sicher und effektiv trainieren

"Heut‘ schwimm‘ wir über’n See, über’n See…" Stopp! Schon mal falsch. Freiwasserschwimmen im Training ist weder eine Mutprobe noch ein Anlass für wöchentliche Vereinsmeisterschaften im „Bis - rüber - Schwimmen“. Was Dich für den Triathlon und das Schwimmen auf der Langstrecke im offenen Wasser (open water) wirklich weiterbringt, bekommst Du in unserem Verein vermittelt denn Sicherheit und die Kenntnisse der Selbstrettung sind uns wichtig. Das Freiwasserschwimmen ist natürlich Bestandteil unseres Triathlontrainings. Wir betreuen jeden Typ von Sportler oder Schwimmer, egal welchen Leistungsstand er hat!

Ohne Beckenrand – Freiwasserschwimmen im Training

Manche lieben es, andere kostet es immer wieder Überwindung: das Schwimmen im Freiwasser ist ganz anders als das Training auf der Bahn in einer Schwimmhalle und jedes Gewässer hat seine Eigenarten, genau wie jeder Wettkampf. Mit diesen Tipps stellst Du Dich darauf ein. Im Wesentlichen verfolgen wir in unseren Trainingseinheiten für das Freiwasserschwimmen 3 Ziele:

  • mehr Sicherheit im Freiwasser,
  • Gewöhnung an Wettkampfbedingungen beim Triathlon oder Langstreckenschwimmen,
  • Verbesserung der spezifischen Schwimmtechnik für Open Water; d.h. Startsimulation, Orientierung, Positionskämpfe, Effizienz.

Wie in allen Disziplinen erreichst Du eine Verbesserung nur dadurch, dass Du Dich den Herausforderungen stellst: Wind und Wellen, schwierige Orientierung etc.

Erwärmung an Land und Einschwimmen

Bevor es richtig losgeht, solltest Du Dich wie bei jedem anderen Training aufwärmen und damit ist nicht das Anziehen des Neoprenanzuges gemeint. Bewege alle großen Gelenke einfach durch – Armkreisen, Hüftkreisen, Seitneigen, Beine vor - und zurückschwingen, Kniebeugen, Zehenspitzen - bzw. Fersenstand. Das bringt den Kreislauf in Schwung, sorgt für eine optimale Gelenkbeweglichkeit und stellt uns mental auf das bevorstehende Training ein und das alles wir Dir bzw. Euch dann durch unseren lizenzierten Trainer gezeigt bzw. ausführlich erklärt.

Schwimme stets parallel zum Ufer - Safty first!

So und nun: rein in den Neoprenanzug und ab ins Wasser! Schön langsam, denn an besonders warmen Tagen oder zu Beginn einer Saison, wenn die Gewässer noch sehr kalt sind, kann es schon mal einen kleinen Kälteschock geben. Im Idealfall ist der Schwimmerbereich in einem See abgetonnt. Schwimme von Boje zu Boje und freunde Dich erstmal mit dem Wasser an! Gibt es keine Abtrennung, schwimme auf jeden Fall im parallel zum Ufer. Im Notfall bist Du besser sichtbar für andere oder schneller wieder an Land. Am besten ist es mit Gleichgesinnten oder in einer Gruppe zu schwimmen bzw. einen Ufer - oder Strandabschnitt zu wählen, an dem sich viele Menschen aufhalten und der bestenfalls sogar durch die Wasserrettung beobachtet wird.

Orientierungsübungen für das Freiwasserschwimmen

Orientierung ist im Freiwasser das A und O. Wenn es daran mangelt, kann die eigentlich Schwimmstrecke um Einiges länger werden. Das raubt Kraft und lässt die Motivation sinken. Die Sache mit der Orientierung kannst Du eigentlich schon im Winter ganz gut in der Halle trainieren. Schwimm die Bahn doch mal „blind“. Augen zu und 10 bis 20 Armzüge schwimmen und dann mal schauen, wo Du landest - Du wirst erstaunt sein! Wichtig für das „Geradeausschwimmen“ ist natürlich aber das man schauen kann, wohin man schwimmt. Im Wettkampf orientierst Du Dich an Booten, Bojen oder anderen Schwimmern. Im Training können das Punkte an Land, der Abstand zum Ufer oder auch Bojen (wenn vorhanden) sein. Übrigens: Oft trennen die Bojen den Badebereich vom Boot - oder Schiffsverkehr ab – bleib zu Deinem Schutz beim Freiwasserschwimmen innerhalb des Badebereichs!

Um zu sehen, wohin man schwimmt, gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Du schwimmst ein paar Züge Brust, oder
  2. Du atmest nach vorn.

Brustschwimmen ist anstrengend und der Wechsel zwischen zwei Schwimmarten bremst Dich aus. Tendierst Du zu 2., schwimme Deinen ganz normalen Rhythmus und versuche bei jedem fünften oder sechsten Atemzug nach vorn zu atmen – ähnlich wie ein Wasserballspieler. Dieses sogenannte Wasserballerkraul, kannst Du ebenfalls bereits in den Wintermonaten in das Bahntraining integrieren, das sind alles Übungen die Dir durch unsere Trainer vermittelt bzw. beigebracht werden!

Sicherheit und Selbstrettung beim Freiwasserschwimmen Training

Du kannst im hüfttiefen Wasser ebenso gut trainieren wie quer über den See – mit einem Unterschied: Im Notfall kannst Du Dir selber helfen! Das ist sehr wichtig, denn die meisten Triathleten und Langstreckenschwimmer trainieren alleine meistens in Gewässern, in denen es keine oder keine durchgängige Wasserwacht gibt.